Myomzentrum der Uniklinik Köln

 

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Myome sind gutartige Wucherungen, die sich bei jeder Frau in allen Bereichen der Gebärmutter entwickeln können. Ab einem Alter von 30 Jahren treten sie bei etwa 20 Prozent aller Frauen auf – bei den über 50-Jährigen sind etwa 30 Prozent betroffen. Damit gehören Myome zu den häufigsten gutartigen Tumoren der weiblichen Geschlechtsorgane. Warum sie entstehen ist bis heute weitgehend unbekannt. In vielen Fällen bleiben sie unbemerkt, da sie keinerlei Beschwerden verursachen. Nur bei etwa 25 Prozent der betroffenen Frauen verursachen die eigentlich ungefährlichen Knoten teils schwere Beschwerden wie Schmerzen während der Periode, Zwischenblutungen, Bauchkrämpfe oder Rückenschmerzen. Sie beeinträchtigen die Lebensqualität dabei so erheblich, dass sie behandelt werden müssen. In seltenen Fällen handelt es sich bei den festgestellten Wucherungen nicht um Myome, sondern um bösartige Sarkome. Im Vorfeld einer Therapie ist dies aber nicht sicher zu unterscheiden.

Die Uniklinik Köln hat Anfang 2015 das erste Myomzentrum in Köln gegründet. Erfahrene Gynäkologen und Radiologen bieten den Patientinnen hier gemeinsam alle aktuellen Therapieverfahren wie die operative Myomentfernung aber auch nicht-operative Verfahren wie die Myomembolisation und die neueste, MR-gesteuerte HIFU. Nach eingehenden Voruntersuchungen und umfassender Beratung der Patientin entscheiden die Experten interdisziplinär, welche Therapie im jeweiligen Fall geeignet ist.

Ärztinnen und Ärzte dieser Kliniken sind am Zentrum beteiligt.

Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Prof. Dr. Peter Mallmann)

Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie (Prof. Dr. David Maintz)